Test: Withings ScanWatch 2

Withings bietet Gesundheitsgeräte im Bereich Smart-Waagen, Blutdruckmessung, Health Watches und Schlafanalyse an. Die erste ScanWatch kam 2020 auf den Markt. Nun legt das Unternehmen mit der neuen Version nach. Ich habe die ScanWatch 2 für euch getestet.

Unboxing

Die Withings ScanWatch 2 wird in einer schlichten weissen Karton-Box geliefert. Darin enthalten sind:
  • Withings ScanWatch 2
  • USB-C Ladekabel
  • Ladestation
Die Uhr kommt in den Ausführungen schwarzes oder weisses Ziffernblatt mit schwarzem respektive grauem Armband daher. Verbunden wird die ScanWatch 2 via Bluetooth mit der App (iOS & Android) und aufgeladen über das mitgelieferte USB-C Kabel. Nicht enthalten ist ein Ladeadapter.
Mein erster Eindruck war überraschend positiv. Als Träger einer mechanischen Uhr war ich in puncto Design Smartwatches gegenüber immer etwas skeptisch und habe noch nie eine getragen.
Das stylische und schlichte Design der ScanWatch 2 überzeugt mich und kann nicht nur im Alltag, sondern durchaus auch an formellen Anlässen getragen werden. In meinem Umfeld waren alle überrascht, als ich ihnen mitteilte, dass es sich bei meiner neuen Uhr um eine Smartwatch handelt.

Features

  • Tracking des Schlafs
  • Sport-Tracking mit Connected GPS
  • Schritt- und Höhenmesser
  • Pulsmessung
  • Stoppuhr & Wecker
  • Verknüpfung mit verschiedenen Sport- und Gesundheits-Apps
  • Wasserdicht bis 5 ATM (zum Duschen und Schwimmen geeignet)
  • Neu: TempTech24/7-Modul zur kontinuierlichen Erfassung von Körpertemperaturschwankungen

Los geht's!

Nach dem Installieren der Withings-App wurde ich in einfachen Schritten durch die Einrichtung meines Benutzerkontos geleitet. Ich war überrascht, wie schnell die Installation ging. Nach 5 Minuten konnte ich die Uhr bereits voll in Betrieb nehmen, da sie geladen geliefert wurde. Versprochen werden 30 Tage Akkuleistung, welche am Ende des Tests sogar übertroffen wurden.

Erste Eindrücke

Als Health Watch kann die Uhr auch ein EKG durchführen. Um es zu starten, musste ich, wie bei allen Funktionen, nur die Krone drehen und schon konnte es losgehen. Wichtig ist, dass man eine entspannte Körperhaltung einnimmt und während des Tests nicht spricht. Meine Werte scheinen in bester Ordnung zu sein, mehr kann ich dazu ohne medizinisches Wissen nicht sagen und vertraue der Uhr erst einmal.
Während einer Sitzung wurde ich von meiner Uhr tagsüber durch eine kurze Vibration aufgefordert, mich zu bewegen. Ich hätte dem gerne Folge geleistet, aber das hätte möglicherweise keinen guten Eindruck in meinem neuen Team hinterlassen.
Zuhause legte ich mich nach einem anstrengenden Tag schlafen und freute mich am nächsten Morgen auf die Ergebnisse der Analyse meines Schlafs. Die App zeigt die verschiedenen Schlafparameter wie Dauer, Phasen und Unterbrechungen an. Es ist interessant zu sehen, dass ich zwar genug schlafe und selten aufwache, jedoch nicht oft genug im Tiefschlaf bin und mich deshalb morgens trotz 8 Stunden Schlaf erschöpft fühle.
Gründe dafür sind gemäss den Erklärungen in der App unregelmässige Schlafenszeiten, Alkoholkonsum oder abendlicher Sport kurz vor dem Schlafengehen. Dieses Feature gefällt mir, es hilft die Ergebnisse besser einordnen zu können und gibt zusätzliche Informationen zu den Werten.
Die folgenden Nächte wurden von der Uhr ähnlich erfasst. Ich war überrascht festzustellen, dass meine Aufwachzeit in den meisten Nächten zwischen 1 und 2 Stunden früher erfasst wurde, als ich tatsächlich aufgestanden bin. Dadurch waren meine Schlafwerte deutlich schlechter. Natürlich ist es möglich die Aufwachzeiten manuell anzupassen. Ich frage mich dennoch, ob ich der Genauigkeit der ScanWatch 2 bei anderen Gesundheitsmessungen vertrauen kann, wenn der Schlaf bereits nicht exakt erfasst wird. Laut Hersteller ist es aber eigentlich so, dass es bis zu 150 Schritte dauern kann, bevor die ScanWatch 2 den Schlafmodus verlässt. Es kann also sein, dass dieses Problem an meinem Testmodell lag und Withings wird dem nachgehen.
Die grosse Neuheit dieser Smartwatch ist das TempTech24/7-Modul zur kontinuierlichen Erfassung von Körpertemperaturschwankungen. Diese Messung wird im Hintergrund durchgeführt und muss nicht manuell gestartet werden. Die Ergebnisse finde ich eher überschaubar. In der Nacht kühlt der Körper bei mir etwa 0.5 Grad ab und am Tag bei Sport oder Bewegung steigt die Temperatur an. Ob ich wirklich eine Frühwarnung erhalte, sobald ich krank werde, konnte ich zum Glück nicht testen. Ich war im Testzeitraum nie krank.

Fazit:

Für mich ist es schwierig ein Fazit zu schreiben, da ich mit 25 Jahren nicht wirklich zur Zielgruppe einer Health Watch gehöre und mich auch niemals mit dieser befasst hätte, wäre unser Social-Media-Team nicht auf mich zugekommen. Ich bin sehr zufrieden mit der einfachen Bedienung der intuitiven App und der Health Watch und vor allem mit dem schlichten und hochwertigen Design.
Das EKG, die Messungen meiner Körpertemperatur und des Sauerstoffgehaltes meines Blutes verliefen ohne Probleme. Ohne weitere medizinische Kenntnisse fällt es mir jedoch schwer die Ergebnisse einzuordnen oder deren Richtigkeit überprüfen zu können.
Würde man mir die Uhr schenken, dann hätte ich allein schon wegen dem schönen Design eine grosse Freude an ihr. Auf die meisten Health-Features könnte ich persönlich jedoch verzichten.

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