Test: DJI Mini 4 Pro

Die DJI Mini 4 Pro ist die neuste Entwicklung aus der DJI-Mini-Serie. Die Mini-Serie ist die einzige Modellreihe von DJI mit einem Gewicht unter 250g. Dies macht sie aus Sicht des Piloten sehr attraktiv. Mehr dazu im Fazit. Durch umfassende Flugtests hatten wir die Möglichkeit die Drohne für dich zu entdecken und diesen Blog-Beitrag über unsere Erfahrungen mit der Mini 4 Pro zu schreiben.

Erster Eindruck & Eckdaten

Die Verkaufsverpackung lässt bereits erahnen, wie klein die Drohne ist. Die Schachtel misst gerade mal 17.5cm in der Länge. Entsprechend niedlich erscheint die Mini 4 Pro nach dem Auspacken.
Im Vergleich zur Mini 3 Pro sind auf den ersten Blick die folgenden Neuerungen sichtbar:
  • RC 2 Controller mit externen Antennen und neuem Ocusync4 Übertragungssystem.
  • 360°-Hindernis-Sensoren.
  • Halterung zur Fixierung der Propeller bei zusammengeklappter Drohne.
  • Drohnen-Kategorie Sticker unten an der Drohne (Klasse C0 = unter 250g).

Lieferumfang

Das uns zur Verfügung gestellte Set beinhaltet Folgendes:
  • DJI Mini 4 Pro-Drohne
  • RC2-Controller
  • USB-C-Kabel für die Aufladung der Drohne und des Controllers
  • Je 2 Propeller-Blätter pro Drehrichtung (je ein kompletter Propeller)
  • Phillips-Schraubenzieher zum Auswechseln der Propeller
  • Halterung zur Fixierung der Propeller bei zusammengeklappter Drohne

Video: DJI Mini 4 Pro

Eine Transporttasche wird nicht mitgeliefert. Diese kann separat gekauft werden. Oder man bedient sich an einer gängigen, gut gepolsterten Fototasche, welche passende Abmessungen aufweist. Nur die "Fly more"-Version enthält die passende, originale Tasche von DJI.

Erste Einrichtung und Flugvorbereitung

Die Einrichtung des RC-2-Controllers ist über das integrierte Touch-Display und die vorinstallierte DJI-Fly-App sehr einfach und intuitiv. Die Ersteinrichtung enthält unter anderem ein Tutorial zur Bedienung des Controllers und verschiedene wichtige Hinweise wie zum Beispiel das korrekte Ausrichten der externen Antennen des Controllers zur Drohne.
Auch kann im Rahmen der Einrichtung ein "DJI-Care-Refresh"-Paket gekauft werden. Dieses bietet zusätzlichen After-Sales-Service zur regulären Garantie.
Beim ersten Einrichten erfolgt ein Update der Firmware für Drohne und RC-Controller. Dieses dauert je nach Internetverbindung 10 bis 15 Minuten. Wichtig ist, dass vor der ersten Einrichtung die Mini 4 Pro und der Controller vollständig aufgeladen werden. So besteht keine Gefahr, dass das Update durch einen leeren Akku unterbrochen wird. Die Firmware-Updates dürfen nicht abgebrochen werden.

Test-Flüge

Die Flugvorbereitung geht dank des RC2-Controllers ebenfalls sehr einfach von der Hand. Das Ausklappen der Arme geht vergleichbar leicht wie bei der Mini 3 Pro. Die Reihenfolge des Ausklappens spielt keine Rolle. Den Kamera- und Gimbalschutz entfernen und die Mini 4 Pro auf eine ebene Fläche stellen. Danach Drohne und Controller einschalten, Systeme hochfahren lassen und alles ist startklar.
Dank der neuen 360°-Hindernis-Sensoren kann bei aktivierten Sensoren entspannter rückwärts und seitwärts geflogen werden, als dies noch mit der Mini 3 Pro der Fall war.
Ebenfalls neu ist das 360°-Active-Tracking. Damit kann ein Objekt auf unterschiedlichste Weise automatisch verfolgt werden. Folgen, parallel fliegen oder 360° um das Objekt drehen, während sich dieses bewegt.
Überrascht hat mich, dass auch bei der kleinen Mini 4 Pro die automatische LED für Starts und Landungen im Dunkeln verbaut ist. Damit wird bei Dunkelheit die Start- und Landefläche taghell ausgeleuchtet. Die LED schaltet sich selbständig ein und aus.
Auch windige Situationen in den Bergen hat die Drohne gut gemeistert. Selbst bei starkem Gegenwind liefert die Kamera saubere und wackelfreie Bilder. Das ist echt faszinierend, wenn man sieht, wie sehr die Drohne selbst bei starkem Wind durchgeschüttelt wird.
Vereinzelt zuckte während der Testflüge das Gimbal, ohne dass das Gimbalrad am Sender berührt wurde. Den Fehler wird DJI wohl mit einem Software-Update in absehbarer Zeit beheben.
Da die Bodensensoren nie ausgeschaltet werden, kommt es bei sehr niedrigem über Hindernisse Fliegen vor, dass die Drohne leichte Bewegungen nach oben und unten macht. Das führt zu etwas unruhigen Aufnahmen. Dies allerdings erst ab etwa 50cm und tiefer über dem Boden oder anderen Hindernissen.
Da ich eine Mini 3 Pro besitze, benutzte ich im Test auch die Akkus der Mini 3 Pro. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Mini 4 Pro Akkus 3g leichter sind als die Akkus der Mini 3 Pro. Das hat zur Folge, dass die Mini 3 Pro Akkus zwar in der Mini 4 Pro genutzt werden können. Allerdings entspricht die Mini 4 Pro so mit einem Abfluggewicht von ca. 252g nicht mehr der Kategorie C0 (<250g). Der RC2-Controller meldet das nicht Einhalten der C0 Kategorie beim Einschalten mit einem Warnhinweis auf dem Display.
DJI üblich bietet die Mini 4 Pro Quick Shots und Master Shots für verschiedene, automatische Flugmanöver. Ebenfalls können Wegpunkte programmiert werden. So kann eine vorgegebene Route mit verschiedenen Wegpunkten autonom abgeflogen werden.

Video- und Fotoqualität

In Sachen Video-Qualität sind die gleichbleibende Aufnahme-Qualität mit bis zu 4K 60FPS (HDR) und der Nachtmodus aufgefallen. Die Mini 3 Pro bietet keinen Nachtmodus. In 4K kann mit der Mini 3 Pro maximal mit 30FPS in maximaler Qualität (HQ) aufgenommen werden.
Die Bildqualität überzeugt unter sämtlichen Lichtverhältnissen. Auch bei Nachtaufnahmen und niedrigen Sonnenständen liefert die kleine Drohne überzeugende Bilder.
Identisch zur Mini 3 Pro kann auch bei der Mini 4 Pro die Kamera über den Touchscreen um 90° gedreht werden. So können in voller 4K-Auflösung vertikale Videos aufgenommen werden. Ideal für alle, die gerne Instagram- oder TikTok-Videos mit der Drohne produzieren wollen. Diese Funktion ist bis heute nur der Mini-3- und Mini-4-Serie vorbehalten.
Wer die Drohne zwischendurch auch mal für Aufnahmen braucht, während die Drohne nicht fliegt, kann das mit der Mini 4 Pro ebenfalls problemlos tun. Die Mini 3 Pro wird bei dieser Art der Nutzung nach ein paar Minuten heiss und stoppt die Aufnahme. Die Mini 4 Pro schaltet in einen “ECO”-Modus. So überhitzt die Drohne nicht und funktioniert auch als Standkamera einwandfrei.

Fazit

Die Mini 4 Pro macht die Mini-Serie von DJI einmal mehr noch attraktiver. Mit Flugzeiten über 30 Minuten, hervorragend stabilem RC- und Video-Signal, 360°-Active-Tracking, höherem Topspeed im Sport-Modus und vielem mehr, bietet sie mehr Freiheiten als jede vorangegangene DJI-Mini-Drohne.
512GB-microSD-Karten ermöglichen stundenlanges Filmen und Fotografieren in überzeugender Bildqualität. Der Vertikal-Modus in voller 4K-Auflösung setzt der Kreativität kaum mehr Grenzen. Für alle, die eine leichte, kompakte und trotzdem leistungsfähige Drohne suchen, ist die DJI Mini 4 Pro auf alle Fälle eine sehr gute Wahl.
Da die Drohne unter dem Gewichtslimit von 250g liegt (Drohnenklasse C0), braucht man sich lediglich als Pilot online zu registrieren. Es sind keine Schulungen nötig, wie dies bei allen höheren Klassen (ab C1 aufwärts) der Fall ist.
Infos zur Registration und Drohnenregeln in folgenden Links:

Technische Daten:

Interner Foto-/Video-Speicher & SD-Karte:
  • Intern: 2GB
  • MicroSD Karte: bis 512GB (z.B. Samsung EVO Plus 512GB V30 U3 A2 microSDXC)
Kamera:
  • Bildsensor: 1/1.3-inch CMOS, Effektive Pixel: 48 MP
  • FOV: 82.1°
  • Fokus: 1 m bis unendlich
Digital Zoom:
  • 12MP Photo: 1-2x
  • 4K: 1-3x
  • FHD: 1-4x
Video-Formate & Auflösungen:
  • H.264/H.265
  • MP4 (MPEG-4 AVC/H.264, HEVC/H.265)
  • 4K: 3840×2160@24/25/30/48/50/60/100fps
  • FHD: 1920×1080@24/25/30/48/50/60/100/200fps
Foto-Formate & Auflösungen:
  • Einzelbild: 12 MP and 48 MP
  • Serienbild: 12 MP, 3/5/7 Bilder, 48 MP, 3 Bilder
  • Selbstauslöser: 12 MP, 2/3/5/7/10/15/20/30/60 Sek., 48 MP, 5/7/10/15/20/30/60 Sek.
Maximale Abflughöhe:
  • Mit DJI Mini 4 Pro Intelligent Flight Akku: 4000 m
  • Mit DJI Mini 4 Series Intelligent Flight Akku Plus: 3000 m (Abfluggewicht über 250g)
Akku:
  • Intelligent Flight Battery: Li-Ion 7.32V, 2590 mAh
  • Intelligent Flight Battery Plus: Li-Ion 7.38V, 3850 mAh
Abmessungen Drohne:
  • Gefaltet (ohne Propeller): 148×94×64 mm (L×B×H)
  • Aufgefaltet (mit Propeller): 298×373×101 mm (L×B×H)
Reichweite gemäss DJI (CE-Länder inkl. Schweiz):
  • 10km mit freier Sicht (keine Hindernisse oder Interferenzen)
Umgebungstemperatur-Bereich:
  • -10° bis 40° C

Test: Garmin Venu 3s

Garmin hat im September 2023 die neue Venu 3(s) herausgebracht, die sich vor allem durch ihren Stil und ihre Verarbeitung auszeichnet. Bisher trainierte ich mit einer Garmin Fenix 6s und wollte nun in einem mehrwöchigen Test herausfinden, ob und warum die Venu 3s eine gute Alternative für mich wäre.

Test: PHILIPS 3000 series HomeRun Aqua XU3110/02

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die das Staubsaugen und Wischen im Haushalt gerne erledigen. Für mich sind diese Aufgaben extrem zeitaufwändig und stressig. Doch dank des neuen Philips Saugroboter 3000S gehören diese Tätigkeiten nun der Vergangenheit an und werden ohne großen Aufwand erledigt.