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Bildstabilisatoren und Tierfotografie: Die Grenzen kennen

VR, OSS, VC, IS, O.I.S, oder IBIS: Viele unterschiedliche Bildstabilisierungs-Technologien, mit wunderbar missverständlichen Abkürzungen, helfen uns Fotografen, auch bei wenig Licht, unverwackelte Fotos zu erhalten. Aber ganz wichtig und nicht vergessen: Dem Biber ist eure Bildstabilisierungstechnik völlig egal.

Nikon nennt es VR, für Vibration Reduction, bei Canon wird Image Stabilizer mit IS abgekürzt, beides meint aber in etwa dasselbe. Die unvermeidlichen Wackler unserer Hände werden ermittelt, und durch das Verschieben einer Linsengruppe kompensiert. IBIS ist die Abkürzung für In Body Image Stabilisation, der Überbegriff für jenen Ansatz, den zum Beispiel SONY und Olympus gewählt haben (mit der R5 und R6 jetzt auch bei Canon).

Statt in jedem Objektiv einen Bildstabilisator einzubauen, verlagern sie dies in den Kamerabody. Statt den Strahlengang des Objektivs zu beeinflussen, folgt der Sensor dem wackelnden Bild. Ob nun Linsen oder der Sensor so bewegt werden, dass ein unbewegtes Bild entsteht – es beeindruckt mich immer noch, dass dies technisch überhaupt machbar ist. Hauptsache ist aber, dass es funktioniert.

Verwacklung vermeiden

Soviel zur Theorie und wie steht’s jetzt mit der Praxis? Ihr kennt wahrscheinlich die Faustregel, dass für Freihandaufnahmen die Verschlusszeit kürzer sein muss als der Kehrwert der verwendeten Brennweite.
Beispiele:

50mm Brennweite > Verschlusszeit kürzer als 1/50s, auf nächst kürzere Verschlusszeit gerundet 1/60s

400mm Brennweite > Verschlusszeit kürzer 1/400s, gerundet 1/500s

Ich bin eigentlich ein notorischer Stativ- und Spiegelvorauslösungs-Nutzer. Aber es gibt halt Situationen, die kein Stativ – geschweige denn einen hochgeklappten Spiegel zulassen und dazu gehören auch meine Biber-Exkursionen. Mit einem schweren Dreibeinstativ, dem 4,0/500mm und dem Body dran, wird es schwierig, das Equipment im Ufergebüsch so zu positionieren, dass ich zwischen den Ästen freie Sicht habe.

Unabhängig vom Stativ?

Bereits mein altes EF500mm f/4L IS USM hatte (das IS in der Bezeichnung verrät es) einen Bildstabilisator. Dieser entstammte aber der ersten Generation und versprach „nur“ einen Gewinn entsprechend 2 Blendenstufen. Ein 4,0/500mm freihändig zu nutzen, überforderte meinen Bizeps ohnehin. Erst der tadellose «Bildstabi» des Canon EF 100-400 mm f/4.5-5.6L IS II machte mich vom Stativ unabhängig.

In der abendlichen Dämmerung überschreitet die Verschlusszeit rasch die 1/500s, selbst bei offener Blende und ISO 3200. Und siehe da, alte Regeln hören auf zu gelten! Plötzlich gelingen auch Aufnahmen mit Verschlusszeiten von 1/125s mit 400mm. Mit nicht mehr hundertprozentiger Trefferquote, aber immerhin, kann ich selbst mit einer 1/30s noch Erfolg haben.

Aber Achtung, es gibt immer noch Grenzen

Euer Sujet wird zum limitierenden Faktor. «Möffelt» der Biber genüsslich Rinde und Zweiglein oder kratzt er sich ausgiebig den Bauch, kann kein Bildstabilisator diese Bewegung einfrieren.

Der Autor

Urs, Jahrgang 1964, ist professioneller Fotograf bei Interdiscount und liebt in seiner Freizeit die Naturfotografie. In seinem Fotoblog gibt er regelmässig Einblicke in sein Fachwissen sowie Informationen über technische Finessen und Neuheiten aus dem Fotobereich.

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